Buddhistische Religionsgemeinschaft Hamburg

Im Jahr 1906 wurde in Hamburg die erste buddhistische Gemeinschaft gegründet. Diese bestand nicht aus Asiaten, sondern aus Deutschen, denen es um neue spirituelle Erfahrungen ging. Die Lehre Buddhas faszinierte vor allem Menschen aus den gebildeten Schichten. 1954 wurde die Buddhistische Gesellschaft Hamburg (BGH) gegründet, unter deren Dach sich Gruppen unterschiedlicher Traditionen zusammenfanden, vorwiegend aus der Theravada-Linie. In den 1960er Jahren entstanden die ersten Zen-Gruppen, ab den 1970er Jahren kam auch der tibetische Buddhismus nach Hamburg.

Die buddhistische Community in Hamburg wächst schnell. Einerseits gibt es Tausende Chinesen, Vietnamesen, Thailänder und andere Asiaten, die ihren Glauben mitgebracht haben. Andererseits stellt die Lehre Buddhas auch unter gebürtigen Deutschen eine zunehmend beliebte Alternative zur tradierten Weltsicht dar.

Heutige Situation

Heute existieren in unserer Stadt ca. 50 buddhistische Zentren und Gruppen. Sie entstammen allen wichtigen Traditionen und bieten ein breites Angebot für jeden Geschmack. Inzwischen geht es zunehmend darum, zusammen zu finden und gemeinsame Pläne und Projekte zu realisieren. Viele dieser Zentren haben sich in der Buddhistischen Religionsgemeinschaft Hamburg zusammengeschlossen und bemühen sich derzeit darum, mit dem Hamburger Senat einen Vertrag zur Anerkennung als Religionsgemeinschaft abzuschließen.

Interreligiöser Dialog

Der Interreligiöse Dialog spielt für uns Buddhisten eine wichtige Rolle. Wir sehen Spiritualität und Glauben als etwas Verbindendes an – und nicht als etwas Trennendes. Der Austausch mit Andersgläubigen ist für uns bereichernd und inspirierend. Zugleich glauben wir, dass unsere Gesellschaft den Dialog auf spiritueller Ebene ebenso braucht, wie auf anderen Feldern. Er sorgt dafür, dass wir toleranter, weitsichtiger und menschlicher denken und handeln.